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frankfurter neue presse 26.05.2008

Wenn der Garderobenständer zum Mantelwächter wird
Von Vanessa Wonka

Bornheim. Die meisten Menschen sehen in einem Garderobenständer nichts als ein funktionales Möbelstück. Nicht so die Designer Lukas Pfitzner und Wolfgang Höhne: Sie haben den einfachen Gebrauchsgegenstand um eine ästhetische Komponente ergänzt und den „Mantelwächter“ erfunden, der sowohl Garderobe als auch Bilderrahmen ist. Von der innovativen Vorrichtung konnten sich Kunstfreunde in der Galerie UnikART ein Bild machen, die zu einer Kunstveranstaltung namens „Begegnungen – Frankfurt zeigt Gesicht“ geladen hatte.

Das Prinzip des Mantelwächters ist einfach: Oben am Garderobenständer prangt ein Glasbilderrahmen, der die jeweils aufgehängten Kleidungsstücke um den Kopf dessen ergänzt, der sie in der Regel trägt. „So erlebt man jeden Tag eine Begegnung mit sich selbst“, sagt Lukas Pfitzner. Wie sein Kollege Wolfgang Höhne ist er studierter Innenarchitekt. Gemeinsam sind die beiden auf die Idee für den Mantelwächter gekommen, den sie auch als Wortmarke eintragen ließen. Zehn Läden in Frankfurt vertreiben die kreative Garderobe bereits. 79 Euro zahlt ein Kunde für einen Mantelwächter, dem fünf Motive für den Bilderrahmen beiliegen. Wünscht der neue Besitzer ein Portrait von sich, kann er es unter der Adresse http://www.mantelwaechter.de digital einsenden und bestellen.

Die Inhaber der Galerie UnikART, Michael Albaum und Karin Jung, waren von dem Garderobenständer, der Gesicht zeigt, sofort angetan und nahmen die Erfindung zum Anlass, eine kreative Veranstaltung zu organisieren. Normalerweise hängen in der Galerie Werke von Nachwuchskünstlern der Städelschule und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Diese traten nun hinter die reihenweise aufgestellten Mantelwächter zurück: „Unsere Idee war es, Design, Kunst und Fotografie zusammenzubringen“, sagt Michael Albaum.

Letztere zeigt sich in den Arbeiten von Fotograf Peter Bretz. Er nahm die Besucher je zwei Mal auf: Zunächst machte er Porträts, die im Rahmen des Mantelwächters landeten. Dann fotografierte er die Abgelichteten abermals – in Verkleidung neben dem zuerst gemachten Foto, so dass ungewöhnliche Doppelporträts der 40 Besucher entstanden. „Ich halte den Mantelwächter für eine sehr originelle und witzige Idee“, urteilt Bretz, dem seine Arbeit sichtlich Spaß machte. Seine Fotos sollen im zweiten Teil des Kunstevents in der Galerie UnikART, Würzburgerstraße 10, ausgestellt werden – am 7. Juni unter dem Motto „Begegnung der zweiten Art“.


 


Kerstin Bode war nur eine von vielen Besucherinnen, die in der Galerie UnikART clowneske Doppelporträts von sich aufnehmen ließen. Die schwarz-weiße Fotografie im Glasrahmen hängt an einem „Mantelwächter“. Das ist ein Garderobenständer, der die aufgehängten Kleidungsstücke um das Foto ihres Besitzers ergänzt. Foto: Rainer Rüffer